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Windsorknoten

Früher oder später kommt der Punkt, an dem man um eine Krawatte nicht herumkommt. Das korrekte Binden einer Krawatte ist eine Kulturtechnik wie Lesen oder Schreiben. Früher lernte man den Krawattenknoten schon frühzeitig, meist innerhalb der eigenen Familie, wenn der Vater dem Sohn vor dem Spiegel geduldig erklärte, wie es geht.

Heute sucht man sich statt dessen Bindeanleitungen aus Büchern oder Webseiten. Junge Menschen, die wissen, wie man einen Krawattenknoten bindet, sind meist entweder in musikalischen Ensembles, Schützenvereinen oder Feuerwehren tätig, dort also, wo man unabhängig von Berufsstatus und Lebensalter häufig Krawatte trägt, und sei es nur als Bestandteil einer Uniform. Doch selbst noch manch gestandener Manager lässt sich morgens die Krawatte von seiner Frau binden, weil er nie einen Krawattenknoten gelernt hat.

Das muss nicht sein, denn mit der richtigen Anleitung ist ein Krawattenknoten wahrlich keine Hexerei. Nur: Knoten ist nicht gleich Knoten. Zwischen einem minimalistischen Kent und einem doppelten Windsorknoten liegen Welten, und das nicht nur, was die benötigte Krawattenlänge anbelangt. Der Standardknoten von etwa zwei Dritteln aller Männer, der Four-in-Hand, sieht am besten zu relativ schmalen Umschlagkragen aus. Nur schade, dass der Trend in der Hemden-Mode schon seit Jahren eher in Richtung weit gespreizter Haifischkragen geht. Eine solche Lücke will erst einmal gefüllt werden. Am besten mit einem Windsorknoten.

Der Windsorknoten wirkt nicht nur erheblich breiter, sondern auch fülliger als seine Kollegen. Gleichzeitig ist er fast symmetrisch. Der doppelte Windsorknoten liegt voll unter dem Kragen, sieht dabei edel und gediegen aus und rutscht fast nie. Allerdings verbraucht der doppelte Windsorknoten eine ganze Menge Krawattenlänge. Wenn Sie also ein sehr großer Mann sind, der ohnehin schon Probleme mit der richtigen Krawattenlänge hat, ist der einfache oder halbe Windsorknoten vielleicht geeigneter für Sie. Der halbe Windsorknoten ist zwar nicht ganz so symmetrisch wie sein klassisches Pendant, verbraucht aber sehr viel weniger Stoff und sitzt fast genau so gut.

Für den, dem der doppelte Windsorknoten (, und eigentlich ist nur der wirklich ein Windsorknoten,) noch nicht edel genug wirkt, gibt es natürlich noch eine Abwandlung. Der Hannoveraner hat noch ein paar Windungen mehr. Kein überraschender Name, denn auch das Königshaus Hannover entstammte der Familie Windsor.

Benannt ist der Windsorknoten übrigens weder nach Windsor Castle noch nach dem Ort Windsor in der englischen Grafschaft Berkshire. Vielmehr erhielt er seinen Namen vom Duke of Windsor, der zeitweise als Edward VIII. auf dem englischen Thron saß. Dieser zur absoluten Modeikone gewordene Monarch trug zeit seines Lebens immer sehr voluminöse Krawattenknoten. Nach eigenen Angaben trug er jedoch keinen Windsorknoten, sondern bevorzugte einfach nur Krawatten mit schwerem Futter, wie sie heute noch von einigen britischen Herrenausstattern angeboten werden.

Und doch: der Windsorknoten ist nicht alternativlos, auch wenn er als die Krönung klassischer Eleganz gilt. Neben einfachem und doppelten Windsorknoten, und dem Hannoveraner, der eigentlich ein dreifacher Windsorknoten ist, gibt es eine Vielzahl weiterer Krawattenknoten. Manche wie der Kent oder Oriental sind stoffsparend, andere wie der Shelby oder Nicky eher modern, manche sogar ausgesprochen extravagant, wie etwa der Onassis, der Christensen oder der Balthus.

Und doch: wenn Sie noch keinen doppelten Windsorknoten beherrschen: lernen Sie ihn. Denn mehr Eleganz unterm Kragen geht nicht.

Weiter Krawattenknoten und Anleitungen zum Krawatte binden finden Sie auf krawatten-binden.de. Hier sind insgesamt 16 Krawattenknoten bebildert dargestellt.

 


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